Gottesdienst am 2. September mit dem Taize-Projekt-Chor in St. Anna

Am Samstag, 2. September 2017, hatte der Förderverein St. Anna zur Vorabendmesse unter Mitwirkung des Taizé-Projektchors unter Leitung von Hermann Lissmann eingeladen.

Pastor Eckert, der die Messe zelebrierte, ging in seiner Predigt anschaulich auf das Kreuz ein, Zeichen des Leids wie der Hoffnung (Mätthäus, Kapitel 16, Vers 21-27)

Wie bereits im vergangenen Jahr fanden die mehr als 60 Sänger im Chor zwischen Altar und Tabernakel Platz. Dort konnten sich ihre Stimmen voll entfalten.

Die eindringlichen Melodien luden zum Teil zum Mitsingen ein, und so herrschte in der mit vielen Kerzen und dem Taizekreuz dekorierten St. Annenkirche eine tolle Atmosphäre.

 Da machte es auch nichts aus, daß der Gottesdienst ein wenig länger als üblich dauerte, vor allem, als der Vorsitzende des Fördervereins vor dem Schlußsegen die Gelegenheit ergriff, allen Akteuren, nicht zuletzt auch dem Pfarrer und den Meßdienern, zu danken (eine junge Dame war zum ersten Mal als Meßdienerin dabei und meisterte ihre „Feuertaufe“ bravorös!). Leichte Unruhe brach aus, als er en detail mit der Schilderung begann, wie ihm morgens unter der Dusche - barfuß bis zum Hals - die Worte für die Ansprache einfielen, aber das war nur die Einleitung zur Einladung aller Gottesdienstbesucher zum gemütlichen Zusammensein ins Pfarrheim. Nicht wenige folgten der Einladung, und so fanden sich rund um den Brezeltisch viele Besucher zum Plauschen ein.

 Nach gut zwei Stunden - die letzte Brezel hatte einen „Liebhaber“ gefunden, die Dipps waren alle, der Wein ging zur Neige - zogen die Besucher nach hause, und der Vorstand des Fördervereins begann mit dem Zusammenräumen. Fazit des Abends: Der Erfolg bestärkt uns, auf dieser Schiene weiterzumachen und weitere Gottesdienste und Treffen in ähnlicher Art zu planen.

 Nach der Organisation des Schießler-Besuchs im August und dieses Taizegottesdienstes werden für das restliche Jahr keine weiteren Aktionen stattfinden. Aber im Januar wird der Förderverein wieder einen „Neujahrsempfang“ in St. Anna organisieren.

Vorstand Förderverein St. Anna

Pfarrer Pfarrer Rainer Maria Schießler in St. Anna am 14ten August 2017

 Daß er mit zweitem Vornamen „Maria“ heißt, hat ihm immer zugesetzt, weil er als Junge oft spöttisch „Marei“ gerufen wurde. Bis er im Supermarkt den Schauspieler Günther Maria Halmer, der ihm erklärte, er sei stolz auf seinen Namen, weil ihn das an seine katholischen Wurzeln erinnere. Das ist nur eine der vielen Geschichten, die der Münchner Pfarrer Rainer Maria Schießler am Montagabend in St. Anna zum Besten gab. Bei der Predigt während des Vorabendgottesdienstes, den er zusammen mit dem St. Wendeler Pfarrer Klaus Leist zelebrierte und in dem sich seine Predigt um das Fest Mariahimmelfahrt drehte, und danach im Pfarrgarten, wo er über zwei Stunden lang die etwa 150 Anwesenden auf das Beste unterhielt und sich auch von der hereinbrechenden Dunkelheit nicht wirklich stören ließ. Rainer Maria Schießler ist ein Pfarrer mit Sendungsbewußtsein und Charisma. Wie die meisten Priester ist er ein Profi, wenn es gilt, vor einer großen Menge aufzutreten, aber er kann, was heute leider viele, die viel reden, nicht können: mit seinem Vortrag begeistern. Über zwei Stunden hat er am Montagabend im Pfarrgarten gesprochen, mit den aktuellen Themen wie „Homo-Ehe“ und „Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene“ seine Ansichten vorgetragen [„nennen wir es halt nicht Ehe, sondern Oho oder Uhu, nee, das ist ja auch schon vergeben“], hat richtige Spannung aufgebaut und sie dann durch einen flotten Spruch so wieder aufgelöst, daß man es fühlen konnte.

Gingen diese beiden Themen vor allem an seine Kollegen vom Klerus, wandte er sich mit Gedanken wie etwa über das Beten direkt an das zuhörende Volk: „Gebet kann in uns die Verhärtungen des Lebens auflösen, die unsere innere Heilung verhindern. Das Gebet verändert uns, nicht die anderen, und nichts trennt uns von Gott mehr als unsere Selbstgerechtigkeit und eine aufgesetzte selbstsichere Frömmigkeit.“ Und bei den Leuten kam er auch gut an. Denn obwohl sicher nicht alle Zuhörer alle Worte seiner Predigt in bayerischem Hochdeutsch (Achtung: Tautologie!) verstanden haben dürften, kam es zu spontanem Beifall - direkt nach der Predigt; dabei hatte er sich alle Mühe gegeben und vor der Abreise in München noch zwei Episoden „Heinz Becker“ angeschaut [worauf wir ihm einen Geschenkkorb mit Urpils, Lyoner und Maggie mit auf die Reise gaben].

An unserer Kirche St. Anna fiel ihm auf, daß es doch noch Steigerungen gibt, was große Kirchen angeht. Die Darbietungen des extra aus der Nachbarpfarrei herbeigeeilten Jugendchors St. Wendelin unter Leitung von Stefan Klemm haben nicht nur ihn sehr beeindruckt, ebenso der Gesang der Kirchenbesucher, denn „sowas kennt man bei uns nicht, die hören lieber zu“. Und so gab die Gemeinde später beim Schlußlied noch einmal alles. Der Gottesdienst endete gutgelaunt, als die beiden Herren Pfarrer Anekdoten über Bischof Marx austauschten, der vor vielen Jahren von Trier nach München gewechselt war. Und daß die Leute an seinen Worten sehr interessiert waren, zeigt der rege Besuch des Büchertischs, den die beiden Damen von der Steyler Buchhandlung mit Schießlers Buch „Himmel, Herrgott, Sakrament“ aufgebaut hatten, - 80 Exemplare fanden binnen einer halben Stunde einen neuen Besitzer. Und wurden auch sofort signiert. Eine Unterschrift auf eine Karte, eine ins Buch, lange, hohe Buchstaben - Schießler meinte dazu ironisch: „Jemand hat mal gesagt, ich habe eine Unterschrift wie ein EKG-Schreiber.

Organisiert hat die Veranstaltung, die im Rahmen des Wendalinusjahres stattfand, unser Förderverein St. Anna, und wir bedanken uns auf diesem Weg bei allen, die uns bei den Vorbereitungen und der Durchführung geholfen haben, nicht zuletzt bei unserem Besucher, der am gleichen Abend noch in Richtung Klausen weiterfuhr, wo er am nächsten Tag wieder einen Gottesdienst hielt und wieder aus seinem Buch vortrug. Vale, Pater, et bonum iter!

 Anne und Roland Geiger, Förderverein St. Anna

 

 

Der Förderverein

Im Jahre 2011 wurde im Bereich der Pfarrei St. Anna in St. Wendel der „Förderverein St. Anna in St. Wendel“ gegründet.

Der Zweck des Vereins ist die Förderung und Erhaltung der Kirche „St. Anna“ in St. Wendel mittels Durchführung von Renovierungs-, Verschönerungs- oder Erweiterungsmaßnahmen jeder Art an der Kirche und ihrem Inventar.

Dieser Zweck wird insbesondere verwirklicht durch die Beiträge der Mitglieder, durch Spenden und Veranstaltungen aller Art, die entweder vom Verein selbst oder Dritten durchgeführt werden und deren finanzieller Erlös dem Verein zur Verwirklichung seines Vereinszweckes zur Verfügung gestellt wird.

Neujahrsempfang 2017

Die Vorabendmesse, zu der der Förderverein St. Anna am 14. Januar einlud, wurde von den Pastören Leist und Eckert, unterstützt von Diakon Czulak, zelebriert. Für die musikalische Untermalung sorgten dieses Jahr Hans Trost an der Orgel und das Bläserensemble, das eigens für diesen Anlaß zusammengekommen ist. Gerade der Wechsel zwischen Orgel und Bläsern mit weihnachtlichen Liedern kam bei den Messbesuchern sehr gut an.

 Nach der feierlichen Messe hatte der Vorstand des Fördervereins St. Anna seinen stimmungsvollen Neujahrsempfang im Pfarrheim vorbereitet.

Zahlreiche Besucher freuten sich, miteinander ins Gespräch zu kommen und so gemeinsam mit Pastor Leist und dem Vorstand des Förderverein das neue Jahr begrüßen zu können.

In seinem Ausblick auf das neue Jahr ging der 1. Vorsitzende Roland Geiger auch auf die verschiedenen Aktionen des Fördervereins ein - wie etwa das Fastenessen, Erntedank usw.

Die Aktionen, die der Förderverein St. Anna vierteljährlich durchführt, kommen in unserer Pfarrgemeinde sehr gut an. So durften wir an diesem Abend zwei größere Geldspenden entgegennehmen; auch das Laugengebäck und die Getränke wurden gestiftet. Darüber freuen wir uns sehr und bedanken uns an dieser Stelle bei allen Spendern sehr herzlich.

Unsere nächste Aktion ist das Fastenessen Anfang April.

 

 

Der Vorstand

1. Vorsitzender Roland Geiger
2. Vorsitzende Monika Eckstein
Schriftführer Thomas Vogt
Schatzmeisterin Anne Geiger
Beisitzer Kurt Wiese
Pastor Klaus Leist

 
Per 01.07.2017 zählte der Förderverein 42 Mitglieder.

Jahresbeitrag    12,50 Euro pro Mitglied.

Aktivitäten

Bereitstellung von 500 Euro als Beitrag zur Finanzierung der Exemplare des neuen Gotteslobs in der Pfarrkirche St. Anna.

Vereinsanschrift

Förderverein St. Anna in St. Wendel e.V.
Alsfassener Straße 17
66606 St. Wendel