Chor der Wendelinus-Basilika

Der Chor der Wendelinus-Basilika zählt zu den ältesten Kirchenchören des Bistums Trier. Seit über 240 Jahre wird der Chorgesang an der Wendelinus-Basilika gepflegt. In den beiden Bereichen Liturgie und Konzert versucht der Chor der Wendelinus-Basilika, den Ansprüchen einer guten Laienchorarbeit gerecht zu werden.

 

Das Repertoire reicht von Messen und Motetten alter Meister über Chormusik der Klassik, Romantik bis in die Gegenwart.

 

Eine Besonderheit ist, dass der Chor auch immer wieder mehrstimmig nach Frauen- und Männerstimmen Gottesdienste musikalisch mitgestaltet. Zurzeit gehören dem Chor 50 aktive Sängerinnen und Sänger an.

 

Einer der kirchenmusikalischen Höhepunkte in St. Wendel ist jedes Jahr das Konzert am Donnerstag in der „Wendelswoche“ (um den 20. Oktober). Im Rahmen dieses Konzertes wurden bedeutende Werke der Literatur aufgeführt, u. a. von Hans Leo Hassler (Missa octo vocum), W. A. Mozart (Requiem d-moll KV 626, Dominicus-Messe KV 66, Krönungsmesse KV 317), J. Haydn (Mariazeller-Messe), Gabriel Fauré (Requiem), J. Rutter (Magnificat), F. Mendelssohn (Lauda sion).

 

Im Jahr 2004 stellte in diesem Rahmen die Uraufführung der D-Dur-Messe des St. Wendeler Komponisten Philipp Jakob Riotte (1776-1856) eine Besonderheit dar.

 

Die Chorproben finden donnerstags von 20.00 bis 21.45 Uhr im Cusanushaus (neben der Basilika) statt.
Neue Sängerinnen und Sänger sind herzlich willkommen!

 

 

nach der gemeinsamen Messe mit Basilikachor, Jugend- und Kinderchor 2016

Pressestimmen

Saarbrücker Zeitung vom 20.10.2014 (Festkonzert in der Wallfahrtswoche)

Zu Ehren des Stadtpatrons wetteifern Chor und Besucher
Chor der Wendelinusbasilika gab Festkonzert – Unterstützt wurden die Sänger vom Kammerorchester Resonanz

Von Margarete Stitz, 20.10.2014 00:00

Das Festkonzert, das vor Kurzem in St. Wendel dargeboten wurde, fand großen Anklang. Der Chor der Wendelinusbasilika führte ein anspruchsvolles Werk der Wiener Klassik auf: die Mariazeller Messe von Joseph Haydn.

Mit einem wohlgelungenen Festkonzert erfreute der Chor der Wendelinusbasilika eine große Zuhörerschar. Kantor Stefan Klemm hatte dazu ein sehr attraktives Programm zusammengestellt und erfuhr durch das Kammerorchester Resonanz hochwertige Unterstützung.

Viele junge Stimmen


Der Chor ist mit 40 Sängern, darunter etlichen jungen Stimmen, gut besetzt und brachte vor allem mit geübten Sopranistinnen und leistungsfähigen Tenören die besten Voraussetzungen mit, um ein anspruchsvolles Werk der Wiener Klassik wie die Mariazeller Messe von Joseph Haydn aufzuführen. So wurden etwa die brillant vorgetragenen Schlussfugen zum großen Hörvergnügen, wie auch die homophonen Teile sensibel und spannungsintensiv gestaltet waren. In den beiden Soli von Gloria und Credo bewährten sich Susanne Eisenhuths schlanker Sopran und der strahlende Tenor des jungen Manuel Horras, die im Quartett des kompositorisch bemerkenswerten „Benedictus“ mit den Chorsolisten bestens harmonierten. Großen Glanz verlieh der Musik das begleitende Orchester mit agilen Streichern sowie Oboen, Pauken und Trompeten, nicht zu vergessen auch Fagott und Orgelpositiv (Martina Haßdenteufel). Dirigent Klemm leitete stets diszipliniert und zuverlässig.

Muntere Streichersätze


Er hatte die gute Idee, mit der Haydn-Messe zwei Kirchensonaten des jungen Wolfgang Amadeus Mozart zu verbinden, zwei muntere Streichersätze, elegant und transparent ausgeführt unter der Konzertmeisterin Marta Hemkemeier. Ebenso stimmig erklang die berühmte „Air“ aus der D-Dur-Suite von Johann Sebastian Bach, gefolgt von der „Gavotte“ mit festlich auftrumpfenden Bläsern.

Damit war die Brücke geschlagen zum Finale des Konzerts mit zwei Chören aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel: „Denn die Herrlichkeit Gottes des Herrn“ und das „Halleluja“ waren in der Wendelinus-Woche durchaus angebracht und motivierten die Besucher, beim Lied zu Ehren des Schutzpatrons von Kirche und Stadt mit Chor und Orchester zu wetteifern.